Kompetenzfeld: Trauma

Wie Traumata an die nächste Generation weitergegeben werden

Inhaltsspektrum:

Zwei Drittel der Menschen, die den zweiten Weltkrieg erlebt haben, haben eine oder mehrere traumatische Erfahrungen machen müssen. Auch viele andere Menschen haben Traumata erlitten, sei es durch sexuelle Gewalt, Unfälle, Bürgerkrieg in Südosteuropa, als Zeug/innen oder durch andere verletzende Erlebnisse. Diese traumatischen Erfahrungen haben für die meisten Betroffenen schwerwiegende langfristige Folgen.

Welche Auswirkungen hat das auf die nächste Generation? In der therapeutischen Arbeit erfahren wir immer wieder, dass dies ganz konkrete Konsequenzen hat, auch und gerade wenn über den traumatischen Schrecken nicht oder ohne emotionalen Ausdruck erzählt wurde. Denn auch und gerade das Schweigen transportiert Botschaften.
Für die Nachgeborenen ist es wichtig, diese Botschaften des Schweigens zu verstehen, um sich selbst zu verstehen und nicht das Leiden der Eltern- und Großeltern-Generation unbewusst zu übernehmen und fortzusetzen.

Wenn Fachkräfte in der Altenhilfe kriegstraumatisierten alten Menschen begegnen, kann das ihre eigenen Erfahrungen als Co-Traumatisierte der zweiten und dritten Generation aktivieren. Vielen Fachkräften in Frauenberatungsstellen, in der Kinder- und Jugendhilfe, in therapeutischen Praxen und Kliniken geht es ähnlich.

Für Therapeut/innen und andere Fachkräfte, die traumatisierte Menschen begleiten, ist es deshalb wichtig, um die Generationen überschreitende Weitergabe von Traumata zu wissen und vor allem diese in ihrer täglichen Arbeit zu erkennen und damit umzugehen. Zu diesem Wissen, Erkennen und Verstehen möchten die Referentin und der Referent einen nachhaltigen Beitrag leisten.

 

Veranstaltungsformate:
  • Vortrag
    Dr. Gabriele Frick-Baer,
    Dr. Udo Baer
  •  Impulsveranstaltung
    Dr. Gabriele Frick-Baer,
    Dr. Udo Baer
  • Kompetenztag
    Dr. Gabriele Frick-Baer,
    Dr. Udo Baer
  • Seminar
    Dr. Gabriele Frick-Baer,
    Dr. Udo Baer
Adressaten:
  • Fachkräfte in Therapie,
    Pflege und Erziehung
  • Betroffene
  • Interessierte
Buch:

„Wie Traumata in die nächste Generation wirken“

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